gesunde Genießerin und Hobbybäckerin aus Leidenschaft.
Während die meisten Kinder ihre Zeit im Spielzimmer, in der Natur oder in der Leseecke verbrachten, fühlte ich mich schon als kleines Mädchen an einem ganz anderen Ort zu Hause: in der Küche.

Viele Jahre ging mir das Backen leicht von der Hand: meine Zutaten hatte ich im Kopf, meine Geräte einsatzbereit, meine Arbeitsschritte im Kopf. Dies änderte sich jedoch schlagartig, als bei mir, meiner kleinen Schwester und meinem Vater eine Gluten- und Laktoseunverträglichkeit diagnostiziert wurde. Auf einmal konnte ich meine alten Rezepturen in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr verwenden. Das Backen aufgeben? Für mich undenkbar. So ging ich auf die Suche nach Alternativen, begann zu experimentieren, ersetzte herkömmliche Zutaten durch gesunde Alternativen.

Schnell stellte sich heraus: Ohne Gluten, Laktose und raffinierten Zucker zu backen, ist leichter als gedacht. Wo ich einst Butter verwendete, nutze ich heute Kokosöl. Das Weizenmehl wird von Haferflocken abgelöst und raffinierter Zucker mit Datteln oder Kokosblütenzucker ersetzt. 

Dank meiner Begeisterung für Ernährung tauchte ich immer tiefer in die vielfältige Welt gesunder Lebensmittel ein und entdeckte viele weitere Zutaten für mich, auf die ich bald nicht mehr verzichten konnte. Nach langer Recherche fand ich einen Weg, gesunde Kreationen herzustellen, die alles andere als typisch „gesund“ schmecken.

Meine gesunden Kreationen backte ich zunächst wie gewohnt ausschließlich für Freunde und Familie. Viele von ihnen haben mit gesunder Ernährung nichts am Hut, andere legen größten Wert auf Lebensmittel mit hochwertigen Inhaltsstoffen; aber alle waren sie große Fans meiner Backkreationen. So auch meine Freundin Mona. Sie war sofort begeistert, endlich hatte sie eine Möglichkeit zum Naschen gefunden ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, und so fanden meine Süßigkeiten einen festen Platz in ihrem stressigen Berufsalltag. Sowohl in der Familie, als auch im Kreise unserer Freunde und Kollegen kamen die gesunden Snacks wahnsinnig gut an. Schnell wurden wir zum kulinarischen Highlight bei privaten Veranstaltungen, backten für Hochzeiten, Geburtstage und Firmenjubiläen. Unsere kleinen, leckeren Bites waren bald in aller Munde.
Wir entwickelten unser Logo, arbeiteten an unserer Webseite und zeigten unsere Fortschritte auf Instagram. So wurden bald auch Firmen, Cafés und die Presse auf uns aufmerksam. Überwältigt von dem breiten Interesse, entwickelten wir unsere Rezeptur weiter und kreierten weitere Sorten unserer Lini's Bites. Die Nachfrage stieg und lastete die Kapazitäten unserer Münchner Küche völlig aus. So wagten wir den nächsten großen Schritt:
Es begann ein monatelanger Recherchemarathon, der von herben Rückschlägen, Verzweiflung und schlaflosen Nächten gezeichnet war ‘Das Produkt sei viel zu kompliziert’, sagten die einen. ‚Maschinell wäre diese aufwändige Rezeptur nicht produzierbar’, entgegneten die anderen. ‚Sucht euch doch billigere und leicht erhältliche Inhaltsstoffe’, rieten viele. Kompromisse im Geschmack oder in der Rezeptur zu machen, war für uns jedoch von Anfang an undenkbar. Und so ging die Suche weiter. Es vergingen viele erfolglose Monate, bis wir endlich fündig wurden. Ein kleiner Familienbetrieb, der noch per Hand arbeitet, sagte uns zu, unseren Snack genau nach unseren Vorstellungen und Wünschen herzustellen.
Der Feinschliff konnte nun beginnen. In enger Zusammenarbeit mit unserer Produktionsstätte begann die Suche nach Partnern, Zutaten, Verpackungsmaterial, Vertriebskanäle: Eine Herausforderung jagte die nächste. Unsere hohen Qualitätsansprüche machten uns die Arbeit nicht leichter. Doch Aufgeben war für uns keine Option. Nach zahllosen Rückschlägen, unendlicher Recherchearbeit und unzählige erfolglose Versuche später verkünden wir nun voller Stolz: Die Arbeit hat sich gelohnt!